Die Seniorenzentren Sonnegrund Kirchberg und Solino Bütschwil sollen sich zusammenschliessen. Alle beteiligten Gemeinderäte, der Verwaltungsrat und die Delegierten des Solino unterstützen den Zusammenschluss. Das letzte Wort hat die Stimmbevölkerung am 28. Februar 2027 an der Urne.
Warum es den Zusammenschluss braucht
Die Langzeitpflege verändert sich stark. Es gibt immer mehr ältere Menschen und deren Pflege wird anspruchsvoller. Gleichzeitig fehlen Fachkräfte und kleine Organisationen kommen dabei allein an ihre Grenzen. Darum haben die Seniorenzentren Sonnegrund und Solino in den letzten Jahren geprüft, ob ein Zusammenschluss sinnvoll ist. Das Ergebnis ist klar: Gemeinsam sind beide Seniorenzentren besser für die Zukunft gerüstet.
Gute Pflege nahe am Wohnort
«Die Menschen in unserer Region werden älter und die Pflege anspruchsvoller», sagt Pascal Nägeli, Präsident der Betriebskommission des Seniorenzentrums Sonnegrund Kirchberg, «Gemeinsam mit dem Solino können wir auch in Zukunft eine gute und verlässliche Pflege nahe bei den Menschen und ihren Familien anbieten.» Immer mehr ältere Menschen brauchen Pflege und Betreuung. Darum wollen die beiden Seniorenzentren gemeinsam neue Angebote schaffen, zum Beispiel mehr Tages- und Übergangsaufenthalte. Das entlastet auch Angehörige, die zu Hause pflegen.
Die Zusammenarbeit funktioniert schon heute
Der Sonnegrund und das Solino arbeiten schon heute eng zusammen. So haben sie gemeinsam ein neues System für die Pflegedokumentation ausgewählt und im Oktober 2026 eingeführt. Damit ist die Grundlage gelegt, um in der Pflege noch enger zusammenzuarbeiten.
«Die Zusammenarbeit seit 2025 zeigt aber auch: Wichtige Vorteile – etwa ein gemeinsamer Pool von Springerinnen und Springern, gemeinsame Abläufe in Informatik und Personalwesen sowie gebündeltes Fachwissen – gibt es nur mit einer gemeinsamen Trägerschaft», sagt Hans Städler, Verwaltungsratspräsident des Zweckverbands Solino.
Auch die Mitarbeitenden profitieren: Sie haben mehr Möglichkeiten zur Weiterentwicklung, arbeiten in grösseren Teams und können sich besser gegenseitig vertreten. Es gibt keinen Stellenabbau.
Namen und Standorte bleiben bestehen
Der Sonnegrund in Kirchberg und das Solino in Bütschwil behalten ihren Namen und ihren Standort. Beide Seniorenzentren bleiben in ihrer Gemeinde verankert. Die Bewohnerinnen und Bewohner haben weiterhin die gleichen Ansprechpersonen. In ihrem Alltag ändert sich nichts.
Keine Kosten für Steuerzahlende – Abstimmung trotzdem nötig
Die neue Zweckverbandsvereinbarung ist bereit. Alle Gemeinderäte haben ihr zugestimmt: Bütschwil-Ganterschwil, Lichtensteig, Lütisburg, Mosnang und Wattwil als bisherige Verbandsgemeinden sowie Kirchberg als neue Verbandsgemeinde. Auch der Verwaltungsrat und die Delegierten des Solino unterstützen den Zusammenschluss.
Der Zusammenschluss erfolgt durch eine Erweiterung des bestehenden Zweckverbands. Die Gemeinde Kirchberg tritt dem Zweckverband bei und bringt den Betrieb des Sonnegrunds mit ein. Darum muss die Stimmbevölkerung zustimmen. Und das, obwohl für die Steuerzahlenden keine Kosten entstehen: Die Kosten für Personal und Betrieb werden vollständig durch die Einnahmen gedeckt.
Sagen die Stimmberechtigten aller Verbandsgemeinden am 28. Februar 2027 Ja, startet der gemeinsame Zweckverband am 1. Januar 2028.
— Ralph Rütsche, Solino-Geschäftsleiter, 27. Okt. 2026