Das Herren 1 des FC Küsnacht gewinnt mit und im Kopf und mit Köpfchen, drei Kopfballtreffer, und rückt auf Platz 6 vor. Defensivmann Tlili (!) und Frei steuern je eine Doublette zum Sieg des sehr spielfreudigen Teams bei. Das Frauen 1 gewann das Spitzenspiel und überzeugte durchwegs. Mazzola veredelte die starke Teamleistung mit drei Treffern. Zur Belohnung steht ‘Frau’ nun auf Platz 1 der Tabelle. Dem Herren 2 reichten Tore von Granzotto und Bleuler nicht zu einem Sieg gegen Greifensee 2. Mit etwas mehr Fortune wären drei Punkte im Bereich des Möglichen gewesen. Dem Frauen-2-Team musste sich einem sehr starken Schlieren 3 geschlagen geben. Dieser Verein ist im Frauenfussball Taktgeber einer Nationalliga B, 2. Liga und 3. Liga Mannschaft. Alle Achtung!
Meisterschaft 3. Liga, Gruppe 6; FC Maur 1 – FC Küsnacht Herren 1 2:7 (0:3)
Überzeugender Sieg mit Ansage bereits vor dem Spiel. Bereits der kurze Marsch von den Garderoben im Schulgebäude bis zum Fussballplatz liess Gutes erahnen. Die FCK-Akteure bewegten sich bereits vor dem Spiel mit erhobenem Haupt und geschwellter Brust in Richtung des wunderschönen Platzes auf der Looren und so spielte das Team dann auch. Nach drei Minuten flankte Frei auf den Kopf von Welti der aus guter Position den Ball nicht in die Maschen versorgen konnte. Nur zwei Zeigerumdrehungen später fiel der Schuss von Welti, der offenbar am Samstag noch etwas kränklich war, zu schwach aus, um erfolgreich zu sein. Kurz vor Ablauf der ersten zehn Minuten zahlten sich die Bemühungen ein erstes Mal aus. Lytovchenko passte Richtung Vázquez, der schlitzohrig durchlaufen liess und Welti damit eine dritte Chance ermöglichte. Dieser nutzte sie diesmal und versorgte den Ball aus der Drehung heraus zur Führung. Die Spielfreude war nun spür- und auch sichtbar. Togni in seiner unnachahmlichen Art forcierte einen Eckball, Doswald auf Tlilis Kopf und dieser mit Köpfchen zum 2:0. Die Dominanz des FCK hielt nun im Gegensatz zu einigen bisherigen Spielen der Saison an. Nach einer halben Stunde flankte Heggli herrlich auf Perot und dieser köpfte magistral zum 3:0 ein. In der Folge liess man das Heimteam zweimal etwas zu grosszügig gewähren und Sokolovic, zuverlässig wie immer, konnte sich in kürzesten Abständen dreimal auszeichnen. Im Gegenzug scheiterten dann sowohl Welti als auch Vázquez in Situationen, die sich auch schon verwerten konnten.
Erfreulicherweise durchgezogen bis zum Schluss. Auch nach der Pause gaben die Gäste den Takt vor. In der 51. Minute kam es zum Billiard im Strafraum von Maur. Doswald versuchte es als Zweitletzter und sein Geschoss prallte ab vor die Füsse von Frei, der einschob. Für kurze Zeit, nach einem Dreifachwechsel innerhalb von 9 Minuten, schien die Ordnung beim FCK etwas zu leiden, obschon Qualität von der Bank kam. So gelang dem Heimteam ein sehr schönes Durchspiel und Gojanaj konnte ungestört verkürzen. Die Reaktion des FCK folgte auf dem Fuss. Spielmann spielte auf halbrechts Frei frei und dieser versorgte den Ball knallhart in der kurzen Ecke. Beide Teams spielten nun mit offenem Visier und es gab noch den einen oder anderen Leckerbissen zu sehen. Ein von Lytovchenko lehrbuchmässig getretener Eckball fand den Kopf von Tlili und da weiss man, was passiert, ein weiterer Torerfolg und damit eine Doublette auch für Tlili. Auch Maur offerierte den Gästen noch etwas erwärmendes an diesem doch recht kühlen Nachmittag. Ein schnell vorgetragener Angriff konnte Boberg, als etwa fünfte Anspielstation, nur noch einschieben. Sokolovic, sichtlich genervt, trieb seine Vorderleute nochmals an und dies zeigte Wirkung. ‘Save the best for last’! Der letzte Angriff des Spiels führte über viele Stationen primär in der ‘one touch’ Spielidee am Schluss über Frei zu Doswald, der auch schon aus schwierigeren Spielsituationen Tore erzielte. Fazit: Der FCK produzierte über die ganze Spieldauer viele schöne Ballstafetten und Spielzüge, es gibt aber keinen Grund dazu überheblich zu werden, denn die Gastgeber zogen wohl nicht ihren allerbesten Tag ein, auch wenn das Motto ‘man spielt immer so gut wie der Gegner es zulässt’ immer Gültigkeit hat. Thomas Frei
Sportplatz Looren. 100 Zuschauende. Tore: 9. Welti (0:1). 13. Tlili (0:2). 27. Perot (0:3). 51. Frei (0:4). 66. Gojanaj (1:4). 70. Frei (1:5). 73. Tlili (1:6). 80. Boberg (2:6). 90.+3. Doswald (2:7).
Küsnacht: Sokolovic; Heggli, Tlili, Spiniello, Togni; Welti, Lytovchenko, Perot, Doswald; Frei, Vázquez.
Meisterschaft 2. Liga, Gruppe 1; FC Uster 1 – FC Küsnacht Frauen 1 1:3 (1:1)
Ein von Beginn weg sehr intensives Spiel mit vielen Unsicherheiten von beiden Mannschaften. Das Trainerduo Kamer und Daull gaben der Küsnachter 11 von Beginn weg klare Anweisungen. In der 9. Minute spielte Küsnacht bereits den zweiten Eckball heraus. Die geschossene Ecke gelangte zu Raebiger, welche zum Abschluss kam, doch der Ball ging an die Latte. Der Gegenangriff von Uster wurde von einer Küsnachterin mit Foul im Strafraum gestoppt, was Uster zum Penalty verhalf. Hunn stand konzentriert im Tor, kam aber nicht zum Einsatz, da der Schuss klar am Tor vorbei ging. Kurz darauf erneut eine gefährliche Situation vor dem Küsnachter Tor, die Verteidigung klärte im letzten Moment. Durch präzises Zusammenspiel und Standardsituationen kam Küsnacht immer wieder nahe ans Tor von Uster, doch der Abschluss wollte nicht gelingen. In der 16. Minute ein präziser Freistoss von Uster direkt aufs Tor von Küsnacht, Hunn wehrte den Ball mit den Fäusten. In der 38. Minute zeigten die Spielerinnen von Uster ihr Können; sehr schönes, schnelles Zusammenspiel und die Stürmerin schloss mit einem Schuss in die linke Ecke ab, 1:0 für Uster. Küsnacht liess sich davon nicht beeindrucken, im Gegenteil. Direkt nach Anpfiff lancierte Küsnacht über G. Menzi und Raebiger den Gegenangriff, Mazzola schloss ab und der Ball ging durch die Hände des Torwartes, Ausgleich und gleichzeitig Pausenstand 1:1.
Küsnacht blieb weiter konzentriert und zeigte Kampfwille. Küsnacht setzte Uster mit Angriffen von Beginn weg weiter unter Druck. In der 47. Minute spielte Balsarini einen präzisen Freistoss Richtung Mazzola, ihr Schuss aufs Tor wehrte der Goalie ab, der Nachschuss von Mazzola ging zunächst an die Latte und dann ins Tor, 1:2. Uster konnte sich vor allem durch präzis gespielte Eckbälle gute Torchancen erarbeiten. So auch in der 57. Minute: Da lenkte der Goalie von Küsnacht den Fallrückzieher gekonnt über das Goal. Je länger das Spiel dauerte, umso hektischer wurde es seitens Uster. Sie suchten den Ausgleich. Doch die Küsnachter Abwehr und der Goalie hatten etwas dagegen und klärten immer wieder überzeugt. Küsnacht kam besser ins Spiel, konnte den Ball über längere Zeit halten und spielte sehr konzentriert weiter. So auch in der 59. Minute, wo Mazzola durch ein sehr schönes Zusammenspiel ihrer Mitspielerinnen den Ball zugespielt bekam und sich die Chance zum 1:3 nicht nehmen liess. In der letzten halben Stunde kam es immer wieder zu Foulfreistössen auf beiden Seiten, doch weder Uster noch Küsnacht konnte davon profitieren. Uster kam durch einen schnellen Gegenangriff nochmals zu einer guten Chance, doch der Goalie hielt den Schuss sicher. Küsnacht dagegen kam auch in der Schlussphase dank Durchhalte- und Kampfwillens immer wieder zu guten Torchancen, konnte diese aber nicht verwerten und so stand es am Schluss 1:3. 7 Spiele ohne Niederlage, eine bravouröse Leistung, dazu der Hattrick von Mazzola. Franziska Graf
Sportplatz Buchholz, 50 Zuschauende. Tore: 39. (1:0), 41. Mazzola (1:1), 48. Mazzola (1:2), 59. Mazzola (1:3).
Küsnacht: Hunn, Bachmann, Rüegg, Fus, Balsarini, Graf, G. Menzi, Brändli, Zuber, Raebiger, Stähli; Brum, Kamer, Mazzola, Baumüller.
Alle weiteren Spiele des 11er-Fussballs
Sonntag, 11. Oktober 2026
- FCK-Herren 2 – FC Greifensee 2 (2:2)
- FCK-Frauen 2 – FC Schlieren 3 (1:6)
— Thomas Frei, 11. Okt. 2026