Vor einer Woche haben die Mybuxi»-Fahrer» in der Krone Forch ihren Stammtisch eröffnet. Und in einer Woche wird der zweite Elektro-Opel getauft.
Donnerstagabend letzte Woche in der «Krone Forch»: Sechs Opel-Piloten sitzen um den grossen runden Tisch in der geschichtsträchtigen Gaststube. Exakt auf der Grenze, welche die Gemeinden Maur und Küsnacht trennt, feiern sie einen lokalpolitischen Durchbruch, der den Greifensee mit dem Zürichsee verbindet, und sie haben guten Grund, die Gläser, gefüllt mit edlem Hopfensaft, zu erheben, um das alte Stammtisch-Ritual zu zelebrieren: «Auf mybuxi!» «Auf unseren Stamm!»
Und Céline Stemmer, die «Kronen»-Wirtin, serviert trägt ihre neueste Kreation: Köstliche Crêpes in unterschiedlichsten Variationen.
Nach der erfolgreichen Wiedereröffnung des Biergartens im vergangenen Sommer wird an diesem Abend eine neue Tradition lanciert: Jeweils am ersten Donnerstag des Monats finden sich an diesem besonderen Ort all jene zum geselligen Austausch ein, denen der öffentliche Nah-Verkehr am Herzen liegt – und das sind die mittlerweile zwanzig regulären mybuxi-FahrerInnen, aber auch die Mitarbeitenden von der Forchbahn – und natürlich alle Passagiere auf Schiene und Strasse. «Dieser Stammtisch», sagt «mybuxi»-Koordinator Adrian Puz, «ist für alle offen.»
«Wir sind gut auf Kurs», verkündet Kai-Uwe Skeip, Präsident des Vereins «mybuxi Zürich-Ost», in dem derzeit zwanzig freiwillige Fahrer organisiert sind. Und er präsentiert die vorläufige Bilanz des laufenden Jahres: «Wir chauffieren durchschnittlich 568 Passagiere pro Monat, insgesamt haben wir in neun Monaten über sechstausend Fahrten abgeschlossen; jede dritte Fahrt führt zum Bahnhof Forch.»
Seit rund drei Monaten gehört nach Maur auch die Gemeinde Küsnacht zur «Mybuxi»-Region Zürich-Ost; damit erschliessen die beiden blütenweissen Opel-Zafira-Kleinbusse einen grossen Teil des Pfannenstiel. Mit weiteren Gemeinden werde verhandelt, fährt Skeip fort, «deshalb sind wir auch auf zusätzliche Freiwillige angewiesen; denn für die beiden Fahrzeuge, die in vier Schichten betrieben werden, brauchen wir noch mehr Fahrer – und gerne auch Frauen!»
Weiblich soll auch das zweite Opel-Büsli werden; Zafira heisst das Fahrzeug ohnehin schon. «Mauro» ist, in Anspielung auf das Operationsgebiet Maur, der Kleinbus der ersten Stunde. Neue Namens-Vorschläge aus der Küsnachter Bevölkerung sind willkommen – bis Ende Oktober können die Ideen für Mauros mobile Kollegin eingereicht werden: https://mybuxi.ch/zuerich-ost/. «Und natürlich», verspricht Präsident Skeip, «gibt es auch schöne Preise».
Der Abend ist schon fortgeschritten, als «Mauro» vor der «Krone» vorfährt, am Steuer sitzt stocknüchtern der Kollege Fredy Tschannen, um die Stammtischrunde sicher nach Hause zu fahren.
— Daniel J. Schüz, 22. Okt. 2026