Ein kleines Café mit einem grossen Herzen für Küsnacht steht vor einer ungewissen Zukunft
Es gibt Orte, da holt man sich einen Kaffee. Und es gibt Orte, da geht man mit einem Lächeln wieder hinaus, weil man sich willkommen, gesehen und ein kleines bisschen mehr zu Hause fühlt. Bean Bear Coffee ist für mich ein solcher Ort.
Umso mehr beschäftigt mich die Nachricht, dass seine Zukunft möglicherweise ungewiss ist. Als Besucherin möchte ich aber erzählen, was dieses kleine Café unserem Dorf schenkt.
Natürlich gibt es dort köstlichen Kaffee und wunderbaren Kuchen. Doch was mich immer wieder hinzieht, sind die Herzlichkeit, die Freude und die Offenheit, mit denen Paulo und Joanna ihre Gäste empfangen. Zum Kaffee gibt es ein freundliches Wort, ein strahlendes Lächeln und oft eine Begegnung, die den ganzen Tag schöner macht.
Hier treffen sich Familien, Kinder sind willkommen, Menschen kommen miteinander ins Gespräch. Wer neu in Küsnacht ist, findet eine offene Tür und die Gelegenheit, Kontakte zu knüpfen. Dass Paulo und Joanna auch Englisch sprechen, erleichtert internationalen Familien und Zugezogenen den Anschluss. Aus einem ersten Besuch können vertraute Gesichter, gute Gespräche und Freundschaften entstehen. Genau so wächst ein lebendiges Dorf!
Besonders schön finde ich, dass Bean Bear Coffee auch sonntags geöffnet ist. Ein Spaziergang, ein warmer Kaffee, die Kinder dabei, Zeit für eine Begegnung – solche einfachen Momente machen das Leben in Küsnacht so wertvoll.
Gerade in einer Zeit, in der viele Menschen Einsamkeit erleben, brauchen wir Orte, an denen Gemeinschaft ganz selbstverständlich entstehen darf. Bean Bear Coffee ist für mich einer davon.
Ich wünsche mir von Herzen, dass Paulo und Joanna hier weiterhin Kaffee ausschenken, Menschen zusammenbringen und mit ihrer Freude unser Dorf bereichern dürfen. Küsnacht, tragen wir Sorge zu solchen Orten!
— Sibylla Friess, 1. Nov. 2026