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«Gute Nachbarn, aber keine Gemeinschaft!»: Ein Kefiker widerspricht

Do. 05.11.2026

«Gute Nachbarn, aber keine Gemeinschaft!»: Ein Kefiker widerspricht

Der Grenzstein zeigt die Grenze: Davor ist Kanton Zürich, dahinter beginnt der Thurgau. Foto: Jelina Gmür

Unser Beitrag «Schon gewusst» in der letzten Ausgabe hat eine Leserreaktion ausgelöst, die eine andere Sicht auf das geteilte Kefikon eröffnet. Auslöser war ein Fernsehbeitrag von Tele Z vom Oktober 2025, in dem der Gachnanger Gemeindepräsident Roger Jung die beiden Dorfteile trotz Kantonsgrenze als verbundene Gemeinschaft schilderte und den wir als «harmonische Dorfgemeinschaft» aufgriffen. Doch ist das die ganze Geschichte? Aus Sicht des Kefikers, der nicht genannt werden möchte, jedenfalls nicht. Man könne miteinander feiern, die Kinder miteinander spielen lassen und sich im Alltag gut verstehen – und sich trotzdem nicht derselben Gemeinschaft zugehörig fühlen. Kefikon ZH und Kefikon TG hätten unterschiedliche politische, schulische und gesellschaftliche Bezugspunkte: hier Wiesendangen und Winterthur, dort Gachnang und Islikon. Auch historisch und sprachlich gebe es Unterschiede. Es gebe durchaus Menschen, betont er, die sich bewusst als Zürcher und als Teil von Wiesendangen verstehen. Das eine schliesst das andere nicht aus: Man kann gute Nachbarn sein und trotzdem eine eigene Identität pflegen. Sind die beiden Kefikon entlang der Kantonsgrenze eine gemeinsame Dorfgemeinschaft oder einfach nur gute Nachbarn? Was meinst du? (dt)

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